

Der Auth-Code ist ein geheimer, domainspezifischer Autorisierungscode, den Sie Ihrem neuen Anbieter geben, wenn Sie eine Domain zu einem anderen Registrar umziehen. Er heißt auch EPP-Code, AuthInfo-Code oder Transfercode. Sie erhalten ihn bei dem Anbieter, bei dem Ihre Domain derzeit registriert ist, entweder im Kundenbereich oder über den Support.
In diesem Ratgeber erfahren Sie, wie Sie den Code anfordern, was Sie tun können, wenn er nicht ankommt, und warum ein Transfer trotz richtigem Code abgelehnt werden kann.
Der Code bestätigt, dass der Transfer autorisiert ist. Ihr neuer Anbieter übermittelt ihn an die Registry, die die jeweilige Domainendung verwaltet, und die Registry prüft ihn. Ist der Code ungültig, kann die Anfrage nicht bestätigt werden, und der Transfer wird nicht durchgeführt.
Der Code ist kein Eigentumsnachweis. Wem eine Domain gehört, ergibt sich aus den Inhaberdaten. Der Auth-Code ist eher eine Freigabe für genau diesen einen Umzug. Nach den ICANN-Regeln muss jeder Code nur für eine Domain gelten und sicher erzeugt werden.
Ja. Gemeint ist immer derselbe Code; die Anbieter verwenden nur unterschiedliche Bezeichnungen. Typische Namen sind:
In diesem Ratgeber sprechen wir vom Auth-Code.
EPP-Statuscodes zeigen den aktuellen Zustand einer Domain an; sie sind kein anderer Name für den Auth-Code. Einträge wie clientTransferProhibited, die Sie bei einer RDAP/WHOIS-Abfrage sehen, gehören zu dieser Gruppe. Für .com, .net, .org und andere generische Endungen werden die Registrierungsdaten inzwischen über RDAP statt WHOIS bereitgestellt; die meisten Abfragetools zeigen beides an.
| Auth-Code | EPP-Statuscode | |
|---|---|---|
| Funktion | Autorisiert den Transfer | Zeigt den Zustand der Domain |
| Wo sichtbar? | Nur im Kundenbereich oder in einer E-Mail an Sie | In jeder öffentlichen RDAP/WHOIS-Abfrage |
| Beispiel | Zufällige Folge aus Buchstaben, Ziffern und Sonderzeichen | ok, clientTransferProhibited, redemptionPeriod |
| Weitergeben an | Nur an den neuen Anbieter | Nicht geheim |
Nein, das sind zwei getrennte Schritte. Die Transfersperre (Registrar Lock) verhindert, dass Ihre Domain ohne Ihre Zustimmung umgezogen wird. In einer RDAP/WHOIS-Abfrage erscheint sie meist als clientTransferProhibited.
Ist die Sperre aktiv, wird der Transfer auch mit dem richtigen Code blockiert. Heben Sie die Sperre deshalb zuerst auf und fordern Sie dann den Code an. Manche Anbieter erledigen beides mit einem einzigen Button wie „Domain wegtransferieren“. Sperren aufgrund eines Rechtsstreits oder der 60-Tage-Regeln können Sie dagegen nicht selbst aufheben; dazu mehr weiter unten.
Dieser Ratgeber behandelt den Umzug einer Domain zu einem anderen Registrar. Nur dafür brauchen Sie den Auth-Code; für ähnliche Vorgänge gelten eigene Abläufe.
| Vorgang | Was sich ändert | Auth-Code nötig? |
|---|---|---|
| Domain-Transfer (Providerwechsel) | Der Registrar, der die Domain verwaltet | Ja |
| Wechsel des Kundenkontos | Das Konto beim selben Anbieter | Meist nicht; es gilt der Ablauf des Anbieters |
| Inhaberwechsel | Der rechtliche Inhaber der Domain | Nein; dafür gibt es ein eigenes Verfahren |
| Hosting-Umzug | Website-Dateien, Datenbanken und Postfächer | Nein; die Domainregistrierung bleibt, wo sie ist |
Den Code erhalten Sie von Ihrem aktuellen Anbieter; der neue Anbieter kann ihn nicht erzeugen. Die Menübezeichnungen unterscheiden sich, der Ablauf sieht aber meist so aus:
Keine solche Option? Eröffnen Sie ein Support-Ticket und fordern Sie den Code an. Bei Endungen unter ICANN-Regeln wie .com, .net und .org muss ein Anbieter ohne Self-Service den Code innerhalb von fünf Kalendertagen nach Ihrer Anfrage herausgeben. In derselben Frist muss er Ihnen auch einen Weg bieten, eine Sperre aufzuheben, die Sie selbst aufheben dürfen. Sperren nach den 60-Tage-Regeln oder aus rechtlichen Gründen fallen nicht darunter.
Beim Kopieren beachten: Codes unterscheiden meist zwischen Groß- und Kleinschreibung. Achten Sie darauf, dass am Anfang oder Ende kein Leerzeichen steht. Länge, Gültigkeit und Wiederverwendbarkeit eines Codes hängen von Anbieter und Domainendung ab.
Wenn Sie den Code haben, starten Sie den Transfer auf der Transferseite von Atak Domain in wenigen Minuten.
Mehrere Domains? Nutzen Sie das Feld für den Sammeltransfer: pro Zeile eine Domain, gefolgt von einem Leerzeichen und dem zugehörigen Code.
Ein häufiger Grund ist, dass die E-Mail-Adresse, an die der Code geht, nicht mehr genutzt wird. Prüfen Sie der Reihe nach:
Immer noch nichts? Fordern Sie den Code schriftlich bei Ihrem aktuellen Anbieter an und notieren Sie das Datum. Bei Endungen unter ICANN-Regeln können Sie sich bei ICANN beschweren, wenn der Code nach fünf Kalendertagen nicht vorliegt. Ein Zahlungsstreit allein ist kein zulässiger Grund, den Code zurückzuhalten.
Prüfen Sie zuerst die einfachsten Ursachen: einen Kopierfehler, einen inzwischen neu erzeugten Code oder einen Code für eine andere Domain.
Der richtige Code hilft nicht, wenn die Domain selbst nicht transferierbar ist. Die häufigsten Gründe und Lösungen:
| Problem | Bedeutung | Was Sie tun können |
|---|---|---|
| Transfersperre aktiv (clientTransferProhibited) | Die Sperre wurde nicht aufgehoben | Sperre im Kundenbereich aufheben oder beim Support anfragen |
| Domain jünger als 60 Tage | Die 60 Tage nach der Erstregistrierung sind nicht vorbei | 60 Tage zum Erstellungsdatum in RDAP/WHOIS addieren und abwarten |
| In den letzten 60 Tagen transferiert | Die Sperre nach dem letzten Transfer gilt noch | 60 Tage zum Abschluss des letzten Transfers addieren |
| Kürzlicher Inhaberwechsel | Nach dem Wechsel kann eine 60-Tage-Sperre gelten | Beim Anbieter nach dem Ende der Sperre fragen |
| Erforderliche Bestätigung fehlt | Ein Schritt, den der neue Anbieter verlangt, ist offen | E-Mail des neuen Anbieters suchen und Schritte abschließen. Wenn Sie auf die Mitteilung des alten Anbieters nicht reagieren, stoppt das den Transfer allein nicht |
| redemptionPeriod | Die Domain befindet sich im Löschprozess | Zuerst beim bisherigen Anbieter wiederherstellen (Restore), dann transferieren |
| UDRP-Verfahren, Gerichtsbeschluss oder Transferstreit | Es gilt eine rechtliche oder richtlinienbedingte Sperre | Ein normaler Transfer ist erst nach Aufhebung dieser Sperre möglich |
| Frühere oder laufende Laufzeit unbezahlt | Der Anbieter darf den Transfer dann ablehnen; unbezahlte künftige Laufzeiten sind kein zulässiger Grund | Offene Laufzeit begleichen und Transfer neu starten |
Lehnt Ihr Anbieter den Transfer ab, muss er Ihnen und dem neuen Anbieter den Grund nennen. Lassen Sie sich den Grund und gegebenenfalls das Ende der Sperre schriftlich bestätigen.
Die 60-Tage-Sperre gilt nicht für jede Domain, sondern nur nach bestimmten Vorgängen. Die folgenden Regeln stammen aus der ICANN Transfer Policy und betreffen generische Endungen wie .com, .net und .org, nicht aber .de.
| Vorgang | Regel | Ausnahme oder Hinweis |
|---|---|---|
| Erstregistrierung | Der Anbieter darf einen Transfer innerhalb von 60 Tagen ablehnen | Gezählt ab dem Erstellungsdatum in RDAP/WHOIS |
| Vorheriger Transfer | Der Anbieter darf innerhalb von 60 Tagen nach einem Transfer ablehnen | Gilt eventuell nicht, wenn beide Anbieter einer Rückübertragung zustimmen |
| Inhaberwechsel | Nach einer Änderung von Name, Organisation oder E-Mail gilt eine 60-Tage-Sperre | Der Anbieter kann Ihnen vor der Änderung ein Opt-out anbieten |
| Normale Verlängerung | Für sich allein kein Grund für eine 60-Tage-Sperre | Vertragsbedingungen Ihres Anbieters prüfen |
Sie planen einen Transfer? Ändern Sie die Inhaberdaten möglichst nach dem Abschluss, nicht davor. So vermeiden Sie eine unnötige Sperre.
ICANN überarbeitet diese Regeln derzeit; Fristen und Begriffe können sich ändern, sobald neue Regeln in Kraft treten. Die Angaben in diesem Abschnitt entsprechen der Richtlinie, die zum Prüfdatum am Ende dieses Ratgebers veröffentlicht war.
Das hängt davon ab, in welcher Phase sich die Domain befindet.
Für .de gelten die Regeln der DENIC, nicht die 60-Tage-Regeln der ICANN. Der Ablauf ist kurz:
Weitere Ländercodes wie .at oder .ch haben eigene Abläufe. Geben Sie Ihre Domain auf unserer Transferseite ein; die Anforderungen für die Endung werden vor dem Bezahlen angezeigt.
Transfers zu Atak Domain sind in der Regel innerhalb von 5–7 Tagen abgeschlossen. Bei Endungen unter ICANN-Regeln gilt: Widerspricht Ihr bisheriger Anbieter nicht innerhalb von fünf Kalendertagen, schließt die Registry den Transfer automatisch ab. Bei .de kann es deutlich schneller gehen.
Verwechseln Sie diese Frist nicht mit den fünf Tagen, die Ihr Anbieter für die Herausgabe des Codes hat. Die eine Frist läuft vor dem Transfer, die andere danach.
Was die Dauer am stärksten beeinflusst:
Den Code selbst bekommen Sie in der Regel kostenlos; bezahlt wird der Anbieter, zu dem Sie wechseln. Bei den meisten generischen Endungen verlängert sich die Laufzeit durch den Transfer um ein Jahr, insgesamt jedoch auf höchstens zehn Jahre. Bei manchen Ländercodes wird keine Laufzeit hinzugefügt.
Die aktuellen Transferpreise je Endung finden Sie auf unserer Seite Domain-Transfer.
Solange Nameserver und DNS-Einträge unverändert bleiben, funktionieren Website und E-Mail während des Transfers in der Regel weiter. Der Transfer ändert nur den Anbieter, der die Domain verwaltet; Hosting und E-Mail-Dienst ziehen nicht mit um.
Kritisch wird es, wenn Ihre DNS-Einträge beim kostenlosen DNS-Dienst des alten Anbieters liegen, denn dieser kann mit dem Umzug enden. Vor dem Start:
Der Auth-Code ist wie ein Schlüssel zu Ihrer Domain. Geben Sie ihn nur an den vertrauenswürdigen Anbieter weiter, zu dem Sie wechseln.
Bevor Sie starten:
Auth-Code liegt bereit? Geben Sie Ihre Domain ein, prüfen Sie Preis und Bedingungen für Ihre Endung und starten Sie den Transfer in wenigen Minuten.
Code kommt nicht an oder Transfer abgelehnt? Melden Sie sich im Kundenbereich an und eröffnen Sie ein Support-Ticket. Wir prüfen den Fall gemeinsam mit Ihnen.
In der Regel nicht. Der Datenschutz blockiert einen Transfer nicht. Manche Anbieter bitten Sie jedoch, ihn vorübergehend zu deaktivieren, damit deren E-Mails Sie erreichen. Entscheidend ist, dass Sie Zugriff auf die Inhaber-E-Mail-Adresse haben.
Das hängt von Anbieter und Endung ab. Manche Codes bleiben lange gültig, andere laufen nach einer festen Frist ab (bei .de nach 30 Tagen) oder werden nach dem Transfer ungültig. Am sichersten ist es, den Transfer bald nach Erhalt des Codes zu starten.
Ja, eine normale Verlängerung blockiert keinen Transfer. Wurde die Domain beim Ablauf aber automatisch verlängert und Sie ziehen kurz danach um, kann dieses Verlängerungsjahr verloren gehen. Laut ICANN wird bei einem Transfer innerhalb der 45-tägigen Auto-Renew-Grace-Period das automatische Verlängerungsjahr storniert, und der Transfer fügt nur ein Jahr hinzu. Sie gewinnen also ein Jahr, nicht zwei. Das kann je nach Registry abweichen; fragen Sie vorher bei Ihrem Anbieter nach.
In der Regel nicht. Die Restlaufzeit bleibt erhalten, und bei den meisten generischen Endungen kommt ein Jahr hinzu, insgesamt bis zu zehn Jahre. Ausnahme ist ein Transfer direkt nach einer automatischen Verlängerung (siehe vorherige Frage).
Nein. Der Auth-Code ändert nur den verwaltenden Anbieter. Für einen neuen Inhaber ist ein separater Inhaberwechsel nötig.
Meist ja, solange er noch nicht abgeschlossen ist. Wenden Sie sich an den Support des neuen Anbieters oder lehnen Sie den Transfer in der Benachrichtigung Ihres bisherigen Anbieters ab.
Sie erhalten eine Bestätigungs-E-Mail. Außerdem zeigt eine RDAP/WHOIS-Abfrage im Feld „Registrar“ den neuen Anbieter an.
Zuletzt geprüft: 9. Oktober 2026. Dieser Ratgeber beruht auf den Regeln, die zu diesem Datum auf den offiziellen Websites von ICANN und DENIC veröffentlicht waren.